Rückblick: Das Saarcamp

Am letzten Wochenende fand das Saarcamp statt, es lohnt sih jedes Jahr den Weg ins beschauliche Saarbrücken auf sich zu nehmen.

Durch so unnötige Sachen wie Arbeit konnte ich leider am Freitag spät losfahren und am Sonntag gar nicht teilnehmen. Immerhin, @Carina_Thewald hat mich netterweise aus Mannheim mitgenommen. Nach einem kurzen abladen im Hotel waren wir dann auf der Vorabendparty die im kleinen Rahmen (10 – 15 Leute) im Australischen Pub Wongar stattfand. Entgegen meiner Befürchtungen gab es sogar Auswahl für Veganer, die Burger waren ganz okay.

Alte bekannte hat man natürlich auch wieder getroffen, die Stuttgarter waren natürlich da und sprachen dem Alkoholischen Angebot gut zu, aber auch alte Saarbrückener Bekannte. Der Holger Dell war das letzte Jahr in Berkley und gerade erst zurückgekommen (und hatte eigentlich gar keine Zeit), außerdem waren natürlich einige da die ich noch nicht kannte. Nachdem der feuchtfröhliche Teil zu ende war konnten wir uns am nächsten Morgen direkt in das Barcampgetümmel an der HTW Stürzen. Die Saarländer sind ehe etwas gemächlich, dementsprechend legten wir auch sehr entspannt los. Dabei merkte man gleich eins der Mankos beim Saarcamp, die Sessionplanung ist jedes mal ein Problem. Dieses mal gab es in der letzten Session nur 30 Minuten weil irgendwelche Startups Pitchen sollten (Echt jetzt?) – aber die Sessions wurden einfach wild verschoben, eine Rückfrage ob auch 30 Minuten reichen kam bei mir nicht an, obwohl eine meiner beiden Sessions dorthin gelegt wurde. Zusätzlich gab es die Freiheit so viele Sessions anzumelden wie man wollte, auch wenn es am ende noch gepasst hat – Die Regelung immer nur eine vorzustellen ist einfach besser und vermindert das Wirrwarr deutlich, oder das Gefühl nur noch die unbeliebten Plätze zu bekommen wenn man hinten ansteht. Auch das die Helfer dann von sich aus wild im Sessionplan herumarbeiteten half nicht. Immerhin, nach einiger Zeit stand der Plan dann fest. Die halbe Stunde Verspätung durch das zu spät gelieferte Mittagessen ist geschenkt. Sowas kommt vor.

Meine Suizid Session habe ich wieder gehalten, schon alleine weil der Geburtsort davon ja das Saarcamp 2013 war, ebenso die Session zu alternativen Beziehungsformen. Besucht habe ich die Session @tmmd – da ich bald keine BahnCard 100 mehr haben werde muss ich mir wohl sehr gut überlegen wie ich Bahn fahre – Torsten hatte ein paar gute Ansätze die ich vielleicht gelegentlich befolgen werde und die mir hoffentlich Geld sparen können. Er hat dazu sogar ein eBook geschrieben.

meine Highlightsession kam danach, Servie Blueprinting von Kathrin Mathis, eine Freelancerin aus Freiburg. Das System ist einfach, man kann darüber Kundensicht, Unternehmenssicht und externe Dienstleister darstellen und versuchen einen Prozess abzubilden um Abhängigkeiten festzustellen, besonders neuralgische Punkte zu identifizieren und dementsprechend weiter zu planen. Ein schönes Konzept das ich gerne testen mag, sobald ich einen Anwendungsfall habe.

Nach dem verspäteten Mittagessen ist mir etwas seltenes passiert, ich fand keinen Vortrag interessant genug um hinzugehen. Die Verzweiflung sich nicht entscheiden zu können bin ich gewöhnt, kein Interesse zu haben ist neu. Ich schiebe es auch ein wenig darauf das die Planung am Morgen so konfus war, immerhin schien die Sonne und es ließ sich gut aushalten auf der Terrasse 😉

 

Anschließend gab es nochmal mit Kathrin Mathis „Lego serious Play“, das fand ich zwar spannend aber ich hätte es lieber ausprobiert. Die Idee ist das man eine gemeinsame Visionsentwicklung mit Lego macht. Ich finde Visionsentwicklungen immer sehr gut, das Konzept mit dem spielerischen Ansatz hat mir gefallen. Ich wäre gern mal bei so etwas dabei.

 

In den letzten beiden Slots waren meine Sessions untergebracht. Durch die Verspätung und die nicht klar kommunizierte Veränderung der Zeiten gab es einiges Durcheinander das auch wieder Zeit gekostet hat. Das ich mit vermuteten 10 Teilnehmern für die Beziehungssession den Hörsaal bekommen habe war auch schlecht geplant – das hätte man, wenn man schon für die Teilnehmer plant, gleich mit bedenken können. Relativ pünktlich wurden wir dann für die Startups rausgeworfen.

Wieso Startups bei einem Barcamp einen eigenen Slot haben in dem nichts anderes stattfindet weiß ich nicht, ich fand es nervtötend. Wenn diese unternehmen Innovativ sein wollen dann können die doch mal eine Session „Pitchen“, vielleicht kommt ja jemand. Dieser Zwang „Das oder nichts“ hat mich sofort dazu gebracht die Sonne zu genießen.

Die Verpflegung war – wie morgens und abends auch – gut. Nichts übertriebenes, aber gutes solides Essen für alle, auch für die Veganer. Vorletztes Jahr war die Cafeteria und die Dachterasse Mittelpunkt, das gefiel mir besser, dieses mal zog sich die Versammlung ein wenig durch das ganze Gebäude. Die Cocktails waren aber auch wieder da und so ging der Abend langsam und gemächlich in eine entspannte Feier über die ich leider schon um 20:30 verlassen musste um den letzten anständigen Zug nach Stuttgart zu bekommen (Es stellte sich raus das der 40 Minuten Verspätung hatte und der Anschluss weg war, also war ich um 0:50 statt 23:18 daheim, aber hey, der Wille zählt!).

 

Alles in allem mag ich das Saarcamp, interessante Leute, schöne Location und spannende Kontakte. So soll ein Barcamp sein. Die Schwächen bei der Sessionplanung wurden so weit ich gehört habe schon am Sonntag teilweise behoben, wenn jetzt noch die Startups aus dem Sonderplatz rausfliegen wird das Leben gut!

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